Sterbehilfe und Euthanasie
Als Sterbehilfe wird ganz allgemein die unterstützende Handlung beim Sterben eines Menschen bezeichnet. Dies umfasst unter anderem die Sterbebegleitung in einem Hospiz als auch die Euthanasie der Nationalsozialisten. Deshalb wird der Begriff in verschiedene Formen der Sterbehilfe eingeteilt:
- Passive Sterbehilfe: Schmerzlindernde Maßnahmen werden beibehalten, aber lebensverlängernde Maßnahmen abgeschaltet.
- Indirekte Sterbehilfe: Eine schmerzlindernde Behandlung wird durchgeführt, mit dem Risiko einer nicht beabsichtigten Lebensverkürzung.
- Beihilfe zum Suizid: Hilfeleistung bei einer Selbsttötung, zum Beispiel durch das Beschaffen tödlicher Medikamente.
- Aktive Sterbehilfe: Absichtliche und aktive Beschleunigung und Herbeiführung des Todes.
Euthanasie: In vielen Ländern wird der Begriff „Euthanasie“ als Synonym für Sterbehilfe verwendet. Aufgrund der NS-Geschichte, bei der unter dem Deckmantel der Euthanasie zwischen 1939 und 1945 rund 200.000 psychisch kranke, behinderte und sozial auffällige Menschen ermordet wurden, wird der Begriff in Deutschland weitgehend vermieden.
Einführungstexte zur Sterbehilfe
- Blickpunkt Sterbehilfe:
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- Einführung und grundlegende begriffliche Unterscheidungen
- Zentrale Diskussionsfelder
Gesetzliche Regelungen zur Sterbehilfe
- Protection of the human rights and dignity of the terminally ill and the dying
Report Social, Health and Family Affairs Committee
Rapporteur: Mrs Edeltraud Gatterer, Austria, Group of the European People’s Party
Council of Europe, Parliamemntary Assembly, Doc. 8421, 21 May 1999- Hier findest du den sogenannten Gatterer-Bericht zum Thema Sterbehilfe, angenommen am 25. Juni 1999, inklusive aller damit verbundenen Dokumente, zusammengestellt als druckerfreundliche Version aus den Originalquellen.
Das Sterbehilfegesetz in den Niederlanden
8 Seiten in Kraft getreten am 01.04.02
- Ministry of Health, Welfare and Sports Netherlands: Euthanasia
Ministeriumsinformationen zur Euthanasie in den Niederlanden, dort gibt es auch aktuellen Zahlen!
Auch demenzkranke Menschen dürfen nun euthanasiert werden – selbst wenn sie sich dagegen wehren. Entsprechendes wird durch ein Gerichtsurteil vom April 2020 geregelt.
Einführungstexte zur Euthanasie
- Von der „positiven Züchtung“ zur verbrecherischen „Erbgesundheitspolitik“
Biowissenschaftliche Forschung an Kaiser-Wilhelm-Instituten
Der Gang der Max-Planck-Gesellschaft in die unrühmliche Vergangenheit wirft auch Fragen gegenwärtiger wissenschaftlicher Entgrenzung auf
Von Ulrike Baureithel
FREITAG 44/00 vom 27.10.00 - Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses
Gesetz vom 14. Juli 1933 (Reichsgesetzblatt I S. 529)
Fassung vom 4. Feb. 1936 (Reichsgesetzbl. I S. 119)
Inventar der Quellen zur Geschichte der ‚Euthanasie‘-Verbrechen 1939-1945
Das „Inventar der Quellen zur Geschichte der ‚Euthanasie‘-Verbrechen 1939-1945“ gibt einen Überblick über die archivalischen Überlieferungen, die sich auf die Vorbereitung und Durchführung des vom NS-Regime organisierten Mordes an psychisch Kranken und anderen Patienten beziehen. Erfasst wurden einschlägige Quellen in Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien.
Stellungnahmen, Studien, Dokumentationen zur Euthanasie
- Palliativmedizin: Eine Alternative zur aktiven Euthanasie
Müller-Busch, Christof; Klaschik, Eberhard; Woskanjan, Susanne Eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zu verschiedenen Formen der Sterbehilfe
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 16 vom 16.04.2004 - Einstellung und Erfahrung von Ärzten zur vorzeitigen Lebensbeendigung bei unerträglichem Leid – eine Befragung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
In der kontrovers geführten Debatte zur Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung der Eu-thanasie und des medizinisch assistierten Suizids werden die Prinzipien und Möglichkeiten der Palliativmedizin häufig als Alternative genannt. Der Arbeitskreis Ethik der Deutschen Ge-sellschaft für Palliativmedizin führte im Jahre 2002 eine anonyme Befragung durch, in der die Haltung der Mitglieder dieser Fachgesellschaft zu verschiedenen Entscheidungsmöglichkei-ten in hypothetischen Szenarios „unerträglichen Leids“ ermittelt wurde.
13 Seiten, Zusatzinfo Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 16 vom 16.04.2004 - Wie wir sterben. Öffentliche Tagung des Nationalen Ethikrates
52 Seiten, Wortprotokoll der Tagung 31.03.2004 in Augsburg - Ethikausschuss im Deutschen Ärztinnenbund: Legalisierung aktiver Sterbehilfe auch in Deutschland?
Nolte, Renate; Benz, Dr. Gisela; Bois, Gabriele du; Frank, Claudia; Perl, Friederike; Spatz-Zoellner, Erla; Stutte, Hilde Eine Umfrage ermittelte die persönliche Einstellung der Ärztinnen zur aktiven Sterbehilfe.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 7 vom 13.02.2004, Seite A-402 - End-of-life decision-making in six European countries: descriptive study
Autoren: Agnes van der Heide, Luc Deliens, Karin Faisst, Tore Nilstun, Michael Norup, Eugenio Paci, Gerrit van der Wal, Paul J van der Maas, on behalf of the EURELD consortium
6-seitige Studie aus THE LANCET August 2003 - Wortprotokoll der öffentlichen Sitzung des Nationalen Ethikrates zum Thema Sterbehilfe
Ethikrat-Sitzung vom 24.07.03
Genehmigung der Tagesordnung, Referat von Prof Volker Gerhardt „Letzte Hilfe? Das moralische Problem im Umgang mit dem Todeswunsch eines unheilbar Kranken“ mit Diskussion, Beratung über zukünftige Themen
22 Seiten - „Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe“: Kirchen veröffentlichen eine Textsammlung
Viele gute Gründe sprechen für Sterbebegleitung, aber gegen aktive Sterbehilfe. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichen am 14. April eine Textsammlung kirchlicher Erklärungen „Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe“, in der diese Gründe und Argumente zusammengefasst sind.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG EKD und DBK 14. April 2003
Dazu die Sammlung:
Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe
Eine Textsammlung kirchlicher Erklärungen mit einer Einführung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland - „Überzählig“ – „unzumutbar“ – „Schadensfall“: wie wir die Menschenwürde zerreden
Vortrag von Maria Overdick-Gulden, Trier, gehalten anlässlich des IGSL-Symposiums am 13.04.2002 in Bendorf - Sterbehilfe, Euthanasie und Sterbebegleitung: Eine steigende Dunkelziffer
Klinkhammer, Gisela
In den Niederlanden werden immer weniger Euthanasiefälle gemeldet. Ausgehend von dieser Entwicklung, veröffentlicht das DÄ jetzt zu dieser Thematik erschienene Beiträge sowie zahlreiche Dokumente in einem neuen Dossier.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 36 vom 03.09.2004, Seite A-2360

