Laut Streecks eigener Aussage wurde das Kind des Paares in Idaho geboren, wo die Leihmutterschaft – einschließlich Eizellspende – rechtlich umfassend erlaubt ist.
Besonders brisant: Dort ist es möglich, dass die Mutter des Kindes in keiner Urkunde erwähnt wird, was diesen US-Bundesstaat insbesondere für gleichgeschlechtliche Paare interessant macht.
Ob in diesem konkreten Fall eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen wurde, ist von Prof. Dr. Streeck bislang weder bestätigt, noch klar dementiert worden; es besteht jedoch eine naheliegende Vermutung, die in der Öffentlichkeit breit diskutiert wird.
Leihmutterschaft ist eine Praxis, die die CDU in ihren eigenen Parteitagsbeschlüssen ausdrücklich ablehnt. Die Glaubwürdigkeit der Partei in zentralen bioethischen Fragen steht damit auf dem Prüfstand.
Leihmutterschaft bedeutet immer, dass Frauenkörper und Kinder in ein Vertrags- und Marktverhältnis hineingezogen werden. Internationale Expertinnen warnen inzwischen, dass Leihmutterschaft Formen von Ausbeutung, Menschenhandel und moderner Sklaverei begünstigt und die Rechte der schwächsten Beteiligten – der Kinder – schwer verletzt.
Wenn Mandatsträger einer Partei im persönlichen Leben genau das nutzen, was ihre Partei im politischen Raum aus guten Gründen bekämpft, verlieren Beschlüsse ihre Verbindlichkeit und Parteien ihre moralische Autorität.
Deshalb fordern wir mit dieser Petition Klarheit, Konsequenzen und ein eindeutiges Bekenntnis der CDU: Nein zur Leihmutterschaft – auch dann, wenn es die eigenen Reihen betrifft.
Denn die CDU hat sich auf ihrem 38. Parteitag am 20./21. Februar 2026 in Stuttgart ausdrücklich gegen eine Legalisierung der Leihmutterschaft – auch in ihrer sogenannten altruistischen Form – ausgesprochen.
Sie hat bekräftigt, dass Leihmutterschaft in Deutschland verboten bleiben soll, unabhängig von Motivation oder Form der Vergütung. Diese Linie knüpft an die langjährige Ablehnung von Eizellspende und Leihmutterschaft aus dem christlichen Menschenbild heraus an.
Beide Verfahren verstoßen gegen die Menschenwürde, da sie Frauen versklaven und ihre Körperteile sowie ihre Kinder zur Ware machen.
Wenn ein Abgeordneter der CDU von genau den reproduktionsmedizinischen Angeboten im Ausland Gebrauch macht, die seine Partei aus ethischen Gründen im Inland strikt ablehnt, entsteht ein gravierender politischer und moralischer Widerspruch. Ein derartiges Vorgehen untergräbt:
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- die Glaubwürdigkeit der Beschlusslage der Partei,
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- das Vertrauen der Wähler in die Integrität ihrer Abgeordneten,
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- und die Autorität der CDU, in bioethischen Fragen verbindliche Maßstäbe zu vertreten.
Das deutsche Embryonenschutzgesetz verbietet Leihmutterschaft hierzulande aus guten Gründen; die Praxis wird nicht dadurch unproblematisch, dass man sie in andere Rechtsräume auslagert.
Ein Ausweichen ins Ausland wirkt wie eine bewusste Umgehung des in Deutschland bestehenden Schutzstandards für Frauen und Kinder.
Daher fordern wir den Bundesvorstand der CDU und den Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf:
1. Sorgen Sie für Aufklärung: Fordern Sie Prof. Dr. Hendrik Streeck auf, öffentlich und unmissverständlich darzulegen, ob für die Geburt seines Kindes die Dienste einer Leihmutter sowie gegebenenfalls einer Eizellspenderin in Anspruch genommen wurden. Eine derart grundlegende Frage, die nicht nur seine Person, sondern unmittelbar die Glaubwürdigkeit seiner Partei betrifft, darf nicht im Raum bloßer Spekulation bleiben.
2. Ziehen Sie klare Konsequenzen, falls sich bestätigen sollte, dass das Baby einer Leihmutter abgekauft wurde. In diesem Fall müssen Sie Prof. Dr. Hendrik Streeck auffordern, sein Bundestagsmandat niederzulegen oder zumindest unverzüglich aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auszuscheiden. Wer zentrale, jüngst bekräftigte Beschlüsse seiner Partei im eigenen Leben bewusst unterläuft, kann die CDU im Parlament nicht glaubwürdig vertreten.
3. Stellen Sie sowohl durch den Bundesvorstand der CDU, als auch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eindeutig klar, dass Leihmutterschaft – auch im Ausland – mit den Grundpositionen der CDU unvereinbar ist und bei Mandatsträgern politische Konsequenzen nach sich zieht. Wir erwarten, dass die CDU ihren eigenen Beschlüssen Geltung verschafft und damit ein deutliches Signal gegen jede Form der Kommerzialisierung von Frauen und Kindern setzt.
4. Übernehmen Sie für Deutschland das italienische Modell, das den Menschenhandel namens Leihmutterschaft auch dann bestraft, wenn ein Paar ins Ausland gereist ist und dort ein Baby gekauft hat.
5. Setzen Sie sich intensiv für ein internationales Verbot der Leihmutterschaft ein. Insbesondere fordern wir die CDU Deutschlands auf, sich den Forderungen der UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem anzuschließen und sich auf nationaler wie internationaler Ebene für ein umfassendes Verbot der Leihmutterschaft – einschließlich der sogenannten altruistischen Modelle – einzusetzen. Anstatt globale Märkte für reproduktive Dienstleistungen hinzunehmen, sollte Deutschland im Sinne der Menschenwürde aller Beteiligten für ein klares völkerrechtliches Verbot eintreten.
Helfen Sie jetzt mit, unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, und unterzeichnen Sie unsere Petition an den Bundesvorstand der CDU und die Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion!
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