• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
Beratungstelefon für Schwangere 0800 36 999 63
  • Einkaufswagen Einkaufswagen
    0Einkaufswagen
  • Home
    • Grußworte
  • Über Uns
    • Mitgliederlogin
  • Schwanger?
  • Aktuelles
    • Artikel
      • Artikel nach Kategorie
      • Alle Artikel
    • Themen
      • Abtreibung
      • Assistierter Suizid
      • Gesellschaft
      • Leihmutterschaft
      • Politik
    • Weiter informieren
      • LebensForum
      • MEHR LebensForum
      • Life Talks
      • Termine
      • Newsletter
    • Presse
      • Alle Pressemitteilungen
  • Schule
  • Themen
    • Abtreibung
    • Nach Abtreibung
    • Vorgeburtliche Diagnostik
    • Embryonale Stammzellen
    • Lebensende
    • Organspende
    • Reproduktionsmedizin
  • Mitmachen
  • Kontakte
  • Spenden
  • Shop
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Vorsicht, Verschwörungstheorie

Gesellschaft, Lebensforum

LebensForum 155 (III/ 2025)

Von Cornelia Kaminski

Er wird von den öffentlich-rechtlichen Medien gern als Experte zitiert, wenn es um Initiativen und Aktionen der europäischen Lebensrechtsbewegung geht: Neil Datta vom European Parliamentary Forum for Sexual and Reproductive Rights (EPF). Was vom Namen her klingt wie eine offizielle Institution der Europäischen Union, ist tatsächlich eine Lobbyorganisation. Ein Großteil der relevanten Partnerorganisationen des EPF unterstützt uneingeschränkt die weltweite Liberalisierung und Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen – genannt seien hier nur die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, International Planned Parenthood, die Open Society Foundation sowie die Bill & Melinda Gates Stiftung.

Sowohl im ZDF-Beitrag „Auf der Spur“ vom Februar 2024 als auch im MONITOR-Beitrag „Gotteskrieger: AfD und radikale Christen“ (August 2025) trat Datta als Kronzeuge auf. In beiden wird die ALfA als Teil einer radikal-fundamentalistischen Lobby dargestellt. Auch im Ende Juni veröffentlichten Bericht Dattas „The Next Wave: How Religious Extremism Is Regaining Power“ wird die ALfA erwähnt. Grund genug also, sich mit ihm und diesem Bericht näher zu beschäftigen.

In „The Next Wave“ zeichnen Datta und sein Team ein düsteres Bild von Lebensrechtsorganisationen und christlichen Initiativen in Europa: Sie werfen „extremistischen Abtreibungsgegnern“ und „fundamentalistischen Christen“ vor, ein koordiniertes, transnationales Netzwerk aufgebaut zu haben. 275 Organisationen in 28 Ländern hätten zwischen 2019 und 2023 rund 1,18 Milliarden US-Dollar investiert, um gezielt gegen „sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung sowie die Rechte von LGBTQ-Personen“ vorzugehen. Die katholische Kirche und religiöse NGOs (sog. „ChONGOs“) agierten laut Datta als zentrale Akteure und nutzen verdeckte Einflusskanäle bis in die EU und nationale Regierungen. Ziel sei die Abschaffung von Abtreibung, Homo-Ehe, Verhütung und Scheidung, oft mit politischem Druck und finanzieller Macht: „Hinter dieser Bewegung steht Geld – großzügig, strategisch platziert und weitgehend verborgen. Eine aufstrebende oligarchische Klasse, bestehend aus Tech-Baronen, Industrie-Eliten und Aristokraten mit altem Geld, finanziert ein umfangreiches Projekt der sozialen Manipulation“, so der Präsident des EPF, Guillaume Gouffier Valente, französischer Parlamentarier (vormals der Sozialisten, jetzt für La République en Marche) in seinem Vorwort. Ein Schelm, wer dabei an die Partnerorganisationen von EPF denkt und gewisse Parallelen erkennt: Ist nicht Bill Gates ein Tech-Baron, die Hewlett-Foundation eine Gründung der Industrie-Elite und George Sorosʼ Open Society Foundation eigens mit dem Ziel gegründet worden, weltweit die Gesellschaften zu transformieren?

Oligarchen und internationale, mächtige Netzwerke aber stehen laut EPF nur denen zu, die die Gesellschaft auf links drehen möchten – nicht aber denen, die sich daran stören. Über die raunt der Präsident des EPF: „Ihre Methoden sind subtil und ebenso verheerend: Sie tarnen eine religiös-extremistische Agenda als säkularisierte, bereinigte Sprache der Tradition, Familie und Ordnung – und machen sie so für die Mainstream-Politik schmackhaft, während sie ihre reaktionären Kernziele beibehalten.“ Wer also über „Familie und Ordnung“ spricht und beides für Grundpfeiler unserer Gesellschaft hält, der steht schon im Verdacht, ein religiöser Extremist zu sein. Damit dürfte man die absolute Mehrheit der Menschen in Europa gegen sich aufbringen – und so erklärt sich auch die Panik, die im Vorwort anklingt: „Die Stärke dieser Bewegung liegt in ihrer Fähigkeit, Koalitionen und unterstützende Netzwerke zu bilden. In ganz Europa entsteht eine parallele Infrastruktur der Kontrolle: Von der Kirche organisierte Nichtregierungsorganisationen, die sich als Zivilgesellschaft tarnen, Anti-Gender- „Dienste“, die als Fürsorge dargestellt werden, rechtsextreme Thinktanks, die sich als Forschungsinstitute ausgeben. (…) Die nächste Welle ist eine organisierte Konterrevolution, die sich in ganz Europa ausbreitet. Während sie sich als Rückkehr zu traditionellen Werten einer imaginären Vergangenheit präsentiert, die es nie gegeben hat, ist sie in Wirklichkeit eine Eroberung der Zukunft.“

Wer angesichts solcher Behauptungen an abstruse Verschwörungstheorien denkt, liegt nicht ganz daneben – auch nicht, wer in diesen Zeilen antichristliche Kulturkampfparolen marxscher Prägung erkennt.

Schon allein deshalb sind Zweifel an der Objektivität des Berichts angebracht. Aber auch, weil Datta den Nachweis schuldig bleibt, welcher Mäzen welche Projekte und europäischen Initiativen konkret mit diesem Geld finanziert, und als „Belege“ auch längst inaktive Webseiten zitiert. Hinzu kommt, dass seine Biografie sowie die Hintergründe zu dem Institut, das er vertritt, diese Objektivität deutlich in Frage stellen lassen. Das EPF ist ein unabhängiges Netzwerk von Mitgliedern verschiedener Parlamente in Europa, die sich „für die Wahrung und Förderung sexueller und reproduktiver Gesundheitsrechte (SRHR)“ einsetzen. Dass damit ein Recht auf Abtreibung gemeint ist, ist hinlänglich bekannt. Das EPF wurde im Jahr 2000 in Brüssel gegründet – mit Unterstützung der International Planned Parenthood Federation (IPPF). Neil Datta war zuvor bereits für die IPPF tätig, die neben Marie Stopes International die weltweit größte Abtreibungsorganisation ist und in Deutschland unter dem Namen „Pro Familia“ die Agenda der Abtreibungslobby betreibt. Wer also von „The Next Wave“ Objektivität erwartet, ist schon ziemlich naiv.

Es wundert daher nicht weiter, dass in Dattas Bericht auch die ALfA kritische Erwähnung findet. Wer für das Recht auf Leben aller Menschen und ihre unantastbare Würde eintritt, ist der Abtreibungslobby ein Dorn im Auge, den es möglichst zu eliminieren gilt. Und da sind alle Mittel recht – auch die Diffamierung. Dass Datta zahlreiche Organisationen als gefährliche Vorboten des religiösen Extremismus brandmarkt, weil sie Frauen im Schwangerschaftskonflikt tatkräftig zur Seite stehen, wirft ein Schlaglicht auf den menschenverachtenden Geist, den der gesamte Bericht atmet.

Wer im Bericht nach Kommentaren, Aussagen oder Interviews mit den so Gescholtenen sucht, wird nicht fündig werden. Eine Auseinandersetzung mit ihren Motiven und Argumenten findet ebenfalls nicht statt – stattdessen werden alle, die sich für christliche Werte einsetzen, unter dem Begriff „Anti-Gender-Bewegung“ zusammengefasst. Die Logik: Wer sich für das Lebensrecht Ungeborener einsetzt, ist selbstverständlich homophob, queer- und fortschrittsfeindlich.

Neil Dattas Bericht verfehlt das Ziel einer sachlichen und differenzierten Analyse. Stattdessen betreibt er Stimmungsmache gegen christliche Bewegungen und Lebensrechtsgruppen, unterschlägt die Bedeutung christlicher Werte für unsere Gesellschaft und bleibt inhaltlich wie methodisch weit hinter den Ansprüchen an eine seriöse Recherche zurück. Was bleibt, ist der Eindruck, dass sich angesichts der Effektivität, mit der Lebensrechtler auch in Deutschland ganz ohne staatliche Subventionen und Zuwendungen reicher Oligarchen für das Lebensrecht aller Menschen eintreten, in den Reihen der Abtreibungsfreunde Panik ausbreitet.

5. Oktober 2025
Eintrag teilen
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Per E-Mail teilen
https://www.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2025/12/EPF_logo_color-transparent-2019.jpg 640 1200 Cornelia Kaminski https://www.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2026/01/ALfA-Aktion-Lebensrecht-fuer-Alle-eV-Logo.svg Cornelia Kaminski2025-10-05 21:28:142025-12-16 12:38:52Vorsicht, Verschwörungstheorie
Das könnte Dich auch interessieren
Koalitionsvertrag unter der Lupe
Lebensrechtler mundtot machen?  – ALfA empört über Vorgehen des AStA Münster gegen den Vorsitzenden der Ärzte für das Leben
Gründungsversammlung der Seelsorge für das Leben in Fulda – Bischöfe unterstützen „Große Koalition für das Leben“
Leihmutterschaft und Pubertätsblocker – warum Lebensrechtler sich nicht nur mit Abtreibung auseinandersetzen müssen
„Da kommt was auf uns zu“
Ohne Recht auf Leben gibt es überhaupt keine Rechte
Bevormundung durch die EU
ALfA fordert angesichts horrende steigender Abtreibungszahlen Gegensteuern – Kaminski: „Diese Zahlen sind eine gesellschaftliche Katastrophe“

Archiv

  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • Mai 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019

Newsletter-Anmeldung

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Cleverreach, welches ebenfalls eine Verbindung zu Google, u.a. reCAPTCHA aufbaut. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Machen Sie mit!

  • Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
    Kitzenmarkt 20
    D-86150 Augsburg

  • E-Mail: info[at]alfa-ev.de

  • Telefon: 0821-512031

Jetzt Spenden Jetzt mitmachen
Das Siegel "Fairness First" des Deutschen Innovationsinstituts, vergeben an die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
© Copyright 2019 ALfA eV.
  • Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
  • Mitgliederlogin
  • Datenschutz
  • Impressum
  • AGB
Link to: Offener Brief an Chefarzt Prof. Dr. Joachim Volz Link to: Offener Brief an Chefarzt Prof. Dr. Joachim Volz Offener Brief an Chefarzt Prof. Dr. Joachim Volz Link to: Alles Kampagne? Link to: Alles Kampagne? Alles Kampagne?
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen